Allgemeine Fragen zum Waldheim

 
Nachfolgend finden Sie einige hilfreiche Fragen & Antworten zum Waldheim. Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, freuen wir uns auf Ihre Frage per Mail an: waldheim@ejuweka.de
 

Das Waldheim ist eine Kinderfreizeit (Stadtranderholung) im Stadtgebiet von Karlsruhe und besteht bereits seit über 60 Jahren. Veranstaltet wird das Waldheim vom Diakonischen Werk Karlsruhe. Seit 2018 übernimmt das Evangelische Jugendwerk Karlsruhe in Kooperation die pädagogische Durchführung.

Die Leitung der Freizeit liegt in den Händen von Bezirksjugendreferentin Daniela Unmüßig sowie dem ehrenamtlichen Leitungsteam, bestehend aus Adrian Auch, Lukas Giangrasso und Jacqueline Reiser.
 
Das Tagesprogramm der Kinder wird von geschulten, ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern gestaltet, die ihre Freizeit dafür einsetzen.
 

Ein Tag im Waldheim ist geprägt von festen Ritualen und Abläufen, die seit über 60 Jahren bestehen. Diese Traditionen bieten den Kindern nicht nur eine vertraute Struktur, sondern auch ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Orientierung im Tagesablauf. So fühlen sie sich schnell sicher und können die gemeinsame Zeit unbeschwert genießen.
 
Der Tag beginnt mit einem großen Morgenkreis, in dem sich alle Kinder und Betreuerinnen versammeln. Dieser wird von den Betreuer*innen liebevoll gestaltet und kann je nach Tag unterschiedliche Inhalte haben – von Begrüßungsliedern über kleine Spiele bis hin zu Geschichten oder besonderen Ankündigungen. Dies schafft eine angenehme Atmosphäre und gibt allen einen guten Start in den Tag.
 
Im Anschluss frühstücken die Kinder in ihren festen Kleingruppen. Hier haben sie die Gelegenheit, sich in einer vertrauten Runde zu stärken und sich mit ihren Gruppenmitgliedern und Betreuer*innen auszutauschen. 
 
Nach dem Frühstück folgt die Gruppenzeit. In dieser Phase bereiten die Betreuer*innen gezielte Aktivitäten für ihre jeweilige Gruppe vor. Diese können je nach Thema und Interessen der Kinder variieren – von kreativen Bastelprojekten über spannende Naturerkundungen bis hin zu sportlichen Spielen. Hier steht das gemeinsame Erleben und Entdecken im Vordergrund.
 
Besonders beliebt ist die anschließende Freispielzeit. In dieser dürfen die Kinder selbst entscheiden, wie sie ihre Zeit gestalten möchten. Sie können das weitläufige Gelände erkunden, Toben und neue Freundschaften knüpfen. 
 
Nach der ausgiebigen Freispielzeit versammeln sich alle Kinder zum gemeinsamen Mittagessen in Ihren Gruppen. Nach dem Essen folgt eine wohlverdiente Mittagspause, in der verschiedene Aktivitäten zur Verfügung stehen. Kinder, die sich entspannen möchten, können sich in einer ruhigen Ecke mit einem Buch zurückziehen, malen oder Gesellschaftsspiele spielen. Für diejenigen, die noch Energie haben, gibt es eine Aktivzone, in der sie sich weiterhin austoben können.
 
Am Nachmittag beginnt die Workshop-Zeit. Jeden Morgen haben die Kinder die Möglichkeit, sich für unterschiedliche Workshops einzutragen, die täglich wechseln. Dadurch bekommen sie die Chance, Neues auszuprobieren und ihren Interessen nachzugehen – sei es beim kreativen Gestalten, beim Musizieren, beim Sport oder beim Experimentieren. Hier wird darauf geachtet, dass für jedes Kind etwas Spannendes dabei ist.
 
Nach den Workshops folgt eine weitere Gruppenzeit. Hier kommen die Kinder erneut in ihrer Kleingruppe zusammen, genießen eine kleine Stärkung in Form von frischem Obst und lassen den Tag gemeinsam ausklingen. Diese ruhige Phase bietet Gelegenheit, Erlebnisse zu teilen, sich über den Tag auszutauschen und noch einmal bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
 
Den Abschluss des Tages bildet der große Abschlusskreis. Alle Kinder und Betreuer*innen versammeln sich erneut und eine der Kleingruppen übernimmt die Gestaltung des Programms. Dies kann in Form von Liedern, kleinen Aufführungen oder besonderen Spielen geschehen. So endet jeder Tag auf eine besondere Weise, bevor die Kinder sich auf den Heimweg machen – voller neuer Eindrücke, Erlebnisse und Vorfreude auf den nächsten Tag im Waldheim.
 

Wir streben danach, die Waldheim-Freizeit für jedes Kind zu einem unvergesslichen Erlebnis in den Ferien zu machen. Wir können nachvollziehen, dass Freundinnen, Freunde und Geschwister gerne gemeinsam in einer Gruppe während des Waldheims sein möchten. Leider ist uns dies oft aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Im Folgenden möchten wir kurz erläutern, warum dies nicht immer umsetzbar ist.

Wie in jeder anderen Einrichtung, die mit Kindern arbeitet, haben auch wir Vorgaben, die regeln wie viele Kinder von einer Betreuungsperson beaufsichtigt werden können, um auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kinder einzugehen und um die Aufsichtspflicht zu gewährleisten.

Kurz vor Beginn der Freizeit werden alle Kinder in altersgerechte Gruppen eingeteilt. Die Anzahl der Gruppen richtet sich nach der Anzahl der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer. Üblicherweise haben wir etwa vier Gruppen.

Wenn eine Altersgruppe die maximale Anzahl an Gruppen erreicht hat, aber noch Kinder in dieser Altersgruppe vorhanden sind, müssen wir diese Kinder in die nächstältere Gruppe tun. Hierfür verwenden wir ein Programm, welches das genaue Alter der Kinder in Kommazahlen berechnet. Es kann also vorkommen, dass in einer Gruppe Kinder im Alter von 6 Jahren bis 6,5 Jahren sind und in der nächsten Gruppe Kinder im Alter von 6,6 bis 7,5 Jahren. Dies hängt immer von der Anzahl an Kindern in der entsprechenden Altersgruppen ab.

Es liegt nicht in unserem pädagogischen Interesse, ein Kind aus einer Gruppe zu nehmen, um Platz für ein anderes Kind in einer bereits vollen Gruppe zu schaffen. Auch ist es nicht in unserem Interesse, Kinder mit größerer Altersspanne zusammen in eine Gruppe zu setzen, selbst wenn es sich dabei um Geschwister oder Freunde handelt. Jedem Kind soll die Möglichkeit gegeben werden, das Waldheim in einer sicheren und altersgerechten Umgebung zu erleben.

Wir möchten betonen, dass die Gruppenzeit im Waldheim eine Phase von maximal 2,5 Stunden ist in welcher die Kinder in Ihrer geschlossenen Gruppe sind, so wie beim Essen. Die restlichen Phasen bestehen aus gruppenübergreifenden Aktivitäten. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass sich die Kinder schnell in ihrer Gruppe wohlfühlen, auch wenn ihre Freunde nicht in derselben Gruppe sind.

Wir hoffen, dass Sie mit dieser Erklärung verstehen können, dass die Gruppenplanung im Waldheim ein sehr komplexer und zeitaufwendiger Prozess ist und es bei über 60 Kindern nicht möglich ist, alle Gruppenwünsche zu erfüllen - obwohl wir es immer versuchen!
 

Im Waldheim möchten wir sicherstellen, dass jeder teilnehmen kann, unabhängig von seiner finanziellen Situation. Im Anmeldeformular haben Sie die Möglichkeit anzugeben, ob Sie einen Zuschuss benötigen.

Bildungsgutscheine des Stadtjugendausschusses können problemlos bei uns eingelöst werden. Für den Ferienzuschuss des Stadtjugendausschusses benötigen wir eine Kopie des gültigen Karlsruher Kinderpasses, die Sie bitte zusammen mit dem Anmeldeformular per E-Mail an uns senden.

Wenn Sie Leistungen wie ALG I, Bürgergeld oder andere Unterstützungen erhalten, bitten wir Sie, uns eine Kopie der entsprechenden Leistungsbescheide per E-Mail zuzusenden.

Auch wenn Sie keine staatlichen Leistungen erhalten, aber die Freizeit nicht aus eigener Kraft finanzieren können, werden wir eine Lösung finden. Dafür gibt es öffentliche Mittel, die wir bei Bedarf beantragen können. Bisher haben wir immer eine Lösung gefunden. :-)
 

Das Waldheim ist eine Stadtranderholung, die es schon seit vielen Jahren in Karlsruhe gibt. Wir arbeiten als gemeinnützige Einrichtung und haben kein Gewinninteresse – bei uns stehen die Kinder im Mittelpunkt.

Der Teilnehmerbeitrag deckt die Kosten für Verpflegung (Frühstück, Mittagessen und Obstsnack), Bastel- und Spielmaterialien, Ausflüge sowie die Aufwandsentschädigungen unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Wir versuchen, den Beitrag so niedrig wie möglich zu halten. 

In den letzten zwei Jahren war jedoch eine moderate Anpassung des Beitrags notwendig, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Gleichzeitig haben wir die Aufwandsentschädigungen unserer Ehrenamtlichen leicht erhöht – als Dankeschön für ihr Engagement, das das Waldheim erst möglich macht.